„Generationen bilden“ war das Motto des 16. Informationstages der Wiener Versicherungsmakler, der am 28. Februar 2018 stattfand

Aufgrund des raschen technologischen Wandels und des steigenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung nimmt lebenslanges Lernen eine zentrale Rolle ein – und zwar für alle Generationen! Denn Weiterbildung kann nicht nur die individuelle Beschäftigungsfähigkeit erhalten und verbessern, auch der Wissenstransfer zwischen den Generationen wird dadurch gefördert. Doch es fehlen den Kindern und Jugendlichen von heute grundlegendes Wissen und Qualifikationen, die man im Berufsleben braucht. Unser Bildungssystem legt derzeit zu wenig Wert darauf, Schülern alltagstaugliches Wissen, wie beispielsweise zum Thema Versicherung und Vorsorge, zu vermitteln.

Weil es bald mehr Pensionisten als junge erwerbstätige Menschen in Österreich geben wird, ist eine langfristige persönliche Finanzplanung mit privater Vorsorge wichtiger als je zuvor. Denn wer bereits in jungen Jahren vorsorgt, kann die „demographische Last“ im Alter besser tragen und wird nicht von ihr erdrückt. „Wir reden seit Jahrzehnten über Allgemeinbildung – dabei sollten wir schon längst von Überlebensbildung sprechen. Es genügt nicht, dass die Versicherungswirtschaft immer innovativere Produkte gestaltet. Wichtig ist, Kinder und Jugendliche bereits in den Schulen für Versicherungsschutz und private Vorsorge zu sensibilisieren“, betonte Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler.

In seinem Vortrag erläuterte der Arbeitsforscher Prof. Dr. Christian Scholz, warum die Generation Z extrem realistisch und anders ist. Junge Menschen informieren sich vorwiegend im Netz, brauchen Struktur und Sicherheit, suchen aber auch sogenannte „Kuratoren“. Das sind reale Menschen, die ihnen bei den vielen großen und kleinen Entscheidungen des Lebens helfen. Diese Kuratoren verbinden persönliche Vertrauenswürdigkeit mit fachlicher Expertise – und: sie gehören meist der jüngeren Generation an. Ob man diesen Kuratoren auf YouTube folgt oder ob man sie auf Events trifft, bleibt dabei gleichgültig.

Bildung hat seit jeher eine Multiplikatorwirkung. Wenn wir heute von Bildung sprechen, geht es meist um Wissen oder das Schulsystem. Schule sollte aber in erster Linie neugierig auf das Leben machen, bekräftigte Bestsellerautor und Lehrer Niki Glattauer im Interview mit Moderator Tarek Leitner. Was Kindern und Jugendliche fehlt, ist die entsprechende Erfahrung, um Inhalte zu bewerten und aus dem breiten Informationsangebot das Wesentliche herauszufiltern. Die Aufnahme von Finanzwissen in unser Schulsystem wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Im Anschluss las Niki Glattauer aus seinem Buch „Best of Schule“ und beleuchtete dabei mit viel Galgenhumor die Diskussion zum österreichischen Schulsystem.

Ein besonderes Highlight war, wie jedes Jahr, die Verleihung der begehrten Auszeichnung der Branche, des Hammurabi Preises. Über die Siegerstatue aus Bronze, die von Fachgruppenobmann-Stv. Mag. Wilhelm Hemerka übergeben wurde, freute sich heuer Mag. Dr. Stephanie Gusenleitner, die für ihre Einreichung „Die vorvertragliche Anzeigepflicht des Versicherungsnehmers“ zusätzlich 2.000 Euro Preisgeld erhält. Die Einreichungen von Dr. Felix Kernbichler (Vertragsschutz in der Insolvenz) und Maximilian Feldmann, B.A. (Der Nutzen von Dienstleistungsmarketing zur Imageverbesserung von österreichischen Banken im Business-to-Customer Bereich) wurden mit je 1.000 Euro prämiert.

Einblicke finden Sie unter anderem hier

Festschrift zum Informationstag 2018

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